Juli // Vera Leutloff

»Juli«

22. Juli bis 18. September

Bei der Wahl eines Titels für ein abstraktes Bild zeigen sich viele Künstler eher zurückhaltend, entscheiden sich im Zweifel für eine Bezeichnung o.T. 
Es ist ihnen ein Anliegen, den Betrachter in seinen Assoziationen nicht einzuengen bzw. das Werk nicht auf eine Sichtweise festzulegen. Nicht so Vera Leutloff.

Abstrakte, sich überlagernde und überschneidende Ringformen, Raster oder Streifen sind mit „Jagd“, „Tau“ oder „Juli“ betitelt. Einerseits schaffen die präzisen Farbformen, die das Bild rhythmisch und gleichmäßig strukturieren, eine gewisse Distanz, lassen es in seiner Tektonik und Dichte artifiziell erscheinen, andererseits entfaltet es als gekonnte Inszenierung von Öl auf Leinwand mit erkennbarem Duktus und sichtbaren Farbverläufen eine beinahe irisierend-magische Wirkung.

„Malerei als Kunst parallel zur Natur“ – diese Forderung von Paul Cézanne scheint den Bildern von Vera Leutloff immanent und so schränken die Titel das Seherlebnis keineswegs ein. Die Bilder werden zur Spielwiese, zur Projektionsfläche für eigene Gedankenbilder und Assoziationen. Sie erzeugen malerische Farbräume, die gerade deshalb so ausdrucksstark erscheinen, da sie kein Abbild von Natur, sondern vielmehr Essenz von Atmosphäre sind.

Vera Leutloff wurde 1962 geboren, studierte von 1981 – 1989 an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Alfonso Hüppi.

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