Vernissage: Freitag, 03.11. - 19:00 Uhr



zu Mathias Hornung

Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Maschinenmechaniker studierte Hornung zwischen 1988 und 1993 Bühnen- und Kostümbild an der Staatlichen Hochschule der bildenden Künste in Stuttgart-Weissenhof bei Peter Grau und Jürgen Rose. Seit 1993 lebt und arbeitet er in Berlin. Zwischen 2004 und 2007 führten ihn Arbeitsaufenthalte nach Kanada, Costa Rica, Elba/Italien und Indonesien.

 

In allen seinen Arbeiten exploriert Hornung die Übergänge von Zweidimensionalität in dreidimensionale Räumlichkeit. Im Holzschnitt experimentiert er dabei mit für den traditionellen Holzdruck ungewöhnlichen, weil überdimensionierten Formaten sowie mit neuartigen Schnitttechniken, mit denen er die charakteristische Starre des Genres dynamisiert. Mit den Reliefs seiner thematisch fokussierten Experimentalreihe „Tartans“ befragt er das Grundmuster des rechtwinkligen Gitters als Symbol eines so hochaktuellen wie ambivalenten Strukturbedürfnisses, das untrennbar miteinander verknüpfte Oppositionen hervorbringt: Ordnung und Unordnung, Berechnung und Unvorhersehbarkeit, Konstruktion und Zerfall, Rigidität und Bewegung – letztlich auch: Tradition und Rebellion.

Seine Arbeiten sind immer künstlerische Recherchen in den Grenzbereichen von Material, Genres und Techniken, die je nach Zugang – Holzschnitt, Relief, architektonischen Holzskulpturen, Textilskulpturen und Rauminstallationen – charakteristische Aussagen und Ergebnisse hervorbringen.

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